Jetzt mal von plantlover zu plantlover - es gibt nichts Schlimmeres, als wenn sich die geliebten Pflanzen nicht mehr wohlfühlen. Natürlich sind auch wir nicht bewahrt vor dem Thema Schädlingen... Da haben wir letztens doch tatsächlich Wollläuse bei unseren Pflanzen im Büro entdeckt 😱 Allerhöchste Zeit zu handeln! Das nehmen wir zum Anlass, dir mehr zu dem Thema Wollläuse zu erzählen und dir zu zeigen, was du tun kannst, wenn du bei deinen Pflanzen Wollläuse entdeckst.

Diese Themen erwarten dich:
  • 1. Was sind Wollläuse?

  • 2. Wie erkenne ich Wollläuse?

  • 3. Sind Wollläuse gefährlich für mich und meine Haustiere?

  • 4. In vier Schritten Wollläuse bekämpfen.

Wollaus Schmierlaus Wurzellaus Nahaufnahme

Was sind Wollläuse?

Wollläuse sind sehr kleine Tiere, die 3-5 mm groß werden und an den Blattachsen weiße, klebrige Nester/Kolonien bauen. Auch die Blätter werden mit einer klebrigen Schicht und kleinen weißen Punkten überzogen (siehe Titelbild). Die auch Schmierlaus oder Wurzellaus genannten Tiere gehören zur Unterfamilie der Schildläuse.

Das Problem: Die Wollläuse sind Schädlinge, die den Pflanzensaft der Pflanze aussaugen und ihr so die Energie rauben. Sie gehören deswegen zu den Blattsauegenden Schädlingen. Neben den Angriff auf die Blätter hinterlassen die Tierchen zudem ihren Speichel, der einen Giftstoff erhält, der die Pflanze schadet und im Wachstum hemmt.

Wollaus-Befall erkennen

Dies sind die wichtigsten Symptome zur Erkennung von Wollläusen:

  • Gelbfärbung der Blätter
  • Weiße Gespinste an Blattachsen, auf und besonders unter den Blättern
  • Honigtau auf den Oberflächen den Blättern
Sind Wollläuse für mich und meine Haustiere gefährlich?

Nein, Wollläuse sind für Mensch und Haustier nicht giftig! Ihre Wirte sind allein Pflanzen, sodass keine Gefahr für dich oder deine Lieblinge besteht. Außerdem kannst du der Lage mit ein paar kleinen Tipps und Tricks Herr werden. Wir zeigen dir, wie du das schaffst.

Schritt-Für-Schritt Anleitung

Wollläuse in 5 Schritten bekämpfen

Quarantäne

Wollläuse verbreiten sich unter Pflanzen schnell. Separiere die befallenen Pflanzen, wenn möglich in einem getrennten Raum, bis sie wieder gesund sind. Dieser sollte, wenn möglich, kühl und hell sein, da dies schon die Lebensbedingung der Wollläuse verschlechtert.

Befall Abwischen oder Abduschen

Nimm dir ein feuchtes Tuch zur Hand und wische die Schädlinge mit Wasser auf Zimmertemperatur ab. Um auch die Schädlinge in den Blattachsen zu erwischen, kannst du Wattestäbchen zur Hilfe nehmen. Bitte vorsichtig vorgehen, aber alles Sichtbare entfernen, sonst bringt all deine Mühe nichts. Stark befallene Teile deiner Pflanze kannst du auch komplett entfernen und im Hausmüll entsorgen. Bitte nicht im Bio-Müll, da sich die Tiere dort sonst weiter vermehren könnten. Wenn der gröbste Befall entfern, ist, kannst du deine Pflanze auch nochmal abduschen. Wie das geht, kannst du dir hier in unserem Video ansehen "Wie dusche ich meine Zimmerpflanzen richtig"

Pflanze behandeln

Anschließend solltest du die Blätter mit dem Schädlingsfrei Neem behandeln. Das Neem verlängerst du mit Wasser und besprühst die Pflanze damit. Die noch vorhandenen Schädlinge nehmen das Mittel auf und werden so inaktiv und sterben. Die Anwendung ist nicht sehr schwierig, aber sehr effektiv.

Beobachten und Pflegen

Beobachte nun, was innerhalb der nächsten zwei Wochen passiert. Teilweise schlüpfen die Larven erst nach 10 Tagen, sodass ein erneuter Ausbruch leider erst nach ein paar Tagen sichtbar werden kann. Sollten sich wieder vermehrt Wollläuse bilden, dann wiederhole Punkt 2 und 3 nochmal.

Wenn deine Pflanzenlieblinge alle wieder fit sind, kannst du sie wieder an ihren alten Platz zurückbringen.

  • Expertin für Zimmerpflanzen Lisa

    EXPERTENTIPP VON LISA

    Vorbeugende Maßnahmen helfen, deine Pflanzen vor dem Befall von Schädlingen zu schützen. Wische die Blätter deiner Pflanzen regelmäßig ab oder führe einen regelmäßigen Duschtag ein. So haben die Wollläuse weniger Chance, sich an den Blättern deiner Pflanze festzusetzen.

    Außerdem helfen helle Standorte der Pflanze, einem Befall vorzubeugen.

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