Zimmerpflanzen umtopfen

Es ist einfach toll seinen Pflanzen beim Wachsen zuzusehen. Die Blätter werden größer oder bunter, neue Triebe entstehen oder die Pflanze bildet Ableger. Ein gesundes Wachstum der Pflanze bedeutet auch, dass die Wurzeln immer mehr, länger oder dicker werden. An einem gewissen Punkt ist es dann Zeit, die Pflanze umzutopfen.

Diese Themen erwarten dich:

  1. Gute Gründe, warum du Pflanzen umtopfen solltest
  2. Den besten Zeitpunkt zum Umtopfen finden
  3. Schritt für Schritt Anleitung: So topfst du deine ZImmerpflanze um

1. Gute Gründe, warum du Pflanzen umtopfen sollest

Der Topf ist zu klein geworden

Wenn es deiner Pflanze gut geht, dann wächst sie viel. Folgende Merkmale sprechen dafür, dass der Topf für die Pflanze mittlerweile zu klein geworden ist:

  • Die Wurzeln wachsen unten aus den Löchern des Topfes
  • Die Wurzeln verformen den Topf bereits
  • Das Wachstum deiner Pflanze lässt nach
  • Die Pflanze mit dem Topf droht umzukippen, weil die Pflanze zu groß und/oder zu schwer ist

Die Erde wird immer sehr schnell trocken

Die Erde ist für deine Pflanze Wasser und Nährstoffspeicher. Je größer das Erdvolumen ist, was der Pflanze zur Verfügung steht, desto mehr können sich ihre Wurzeln entwickn und desto mehr Versorgungsspeicher hat sie. Ist das Volumen der Erde im Verhältnis zur Pflanze so klein, dass sie jeden Tag trocken wird, dann ist das zu wenig. Es beudeut Stress für die Pflanze weil die Erde vermutlich sehr oft zu trocken oder auch zeitweise zu nass wird und ddie Wurzeln werden beschädigt. Du kannst es dir also selber einfacher machen, wenn du deiner Pflanzen mehr Erde gibst und sie damit gelichmäßiger mit Wasser versorgt ist und du sie nicht mehr so oft gießen mußt. Alternativ kannst du ihr auch einen Wasserspeicher geben. Das funktioniert über Bewässerungssysteme, die einen Wasserspeicher haben oder auch mit Hydropflanzen.

Die Nährstoffe in der Erde sind aufgebraucht

Die Pflanzenerde enthält Nährstoffe, die für das Wachstum deiner Pflanze essenziell sind. Diese sind jedoch nach einer gewissen Zeit aufgebraucht. Du kannst das Problem mit Dünger ausgleichen, jedoch ist es ab einem gewissen Punkt sinnvoll, der Pflanze mehr Erde zum speichern der Nährstoffe zur Verfügung zu stellen.

Frische Erde bringt deiner Pflanze also neues Wachstum und Lebendigkeit. Im Durchschnitt solltest du deine Pflanzen alle 12 – 18 Monate umtopfen.

2. Den besten Zeitpunkt zum Umtopfen finden

Deine Zimmerpflanzen gehen im den kalten Monaten des Jahres in eine Ruheperiode und der Wachstum findet nur noch gedämpft statt. Das bedeutet, dass deine Pflanze zu diesem Zeitpunkt nicht viel Photosynthese betreibt und weniger Energie hat, um sich in einem größeren Topf zu etablieren.

Es bietet sich an, das Umtopfen der Pflanzen zu Beginn der Wachtumsperiode durchzuführen, also wenn der Frühling begonnen hat. Dann nimmt die Pflanze wieder mehr Sonnenlicht auf und die neuen Nährstoffe werden ihr einen richtigen Boost geben. Wenn deine Zimmerpflanzen später im Sommer mit dir auf den Balkon ziehen, ist das auch ein guter Moment der Pflanze einen größeren Topf zu gönnen. Denn hier wird sie durch Sonne und Wärme definitv noch mehr Wasser verbrauchen und benötigt einen guten Versorgungsspeicher.

Sollte das Umtopfen im Winter mal nicht vermeidbar sein, dann ist es gut die Pflanze danach an einen hellen und warmen Ort zu stelllen an dem sie gut loswachsen kann.

Schritt für Schritt Anleitung: So topfst du deine Zimmerpflanze um

1. Vorbereitungen treffen

Wenn du mit Erde hantierst, kann es etwas dreckig werden. Lege also eine Fläche auf deinem Tisch oder dem Boden mit Zeitung oder einer Plastikfolie aus, damit du dir das lange Putzen am Ende ersparst. Außerdem macht es Sinn direkt mehrere Pflanzen auf einmal umzutopfen, damit du nicht immer wieder von neuem aufräumen musst.

Lege dir dein Werkzeug bereit

  • Gartenhandschuhe,
  • eine kleine Schaufel
  • Gießkanne

2. Topfgröße auswählen

Sinn des Umtopfens ist, den Wurzeln wieder mehr Platz zum Wachsen zu geben. Du wählst also einen größeren Topf aus als den alten. Der neue Topf sollte maximal 5cm breiter im Durchmesser sein, das reicht vollkommen. Bei großen Pflanzen max. 10cm. Ist der neue Topf zu groß, saugt die viele Erde zu viel Wasser auf und die Wurzeln werden zu nass. Außerdem steckt die Pflanze dann zu viel Energie in die Bildung von neuen Wurzeln, statt in die Neubildung von Blättern.

3. Pflanze aus Topf entnehmen

Der nächste Schritt ist, die Pflanze aus dem alten Topf zu nehmen. Drücke vorsichtig an die Seiten des Plastiktopfes, damit sich Erde und Wurzeln von dem Topf lösen können. Dann hältst du die Pflanze vorsichtig am Stiel fest und entfernst den Topf. Wenn die wurzeln schon unten aus den Ablauflöchern gewachsen sind solltest du aufpassen, dass du die nicht abreißt.

4. Erde entfernen

Nun entfernst du lose Erde und befreist die Wurzeln, um ihnen mehr Luft zum Atmen zu geben. Sei dabei aber vorsichtig, denn die Wurzeln sind sensibel und können abbrechen. Es ist nicht notwendig die alte Erde komplett zu entfernen.

5. Pflanze in neuen Topf platzieren

Fülle den neuen Topf zu 1/4 mit Erde. Setzte die Pflanze nun mittig in den Topf. Die Oberfläche der Wurzeln sollte knapp unter dem Rand des Topfes liegen. Nun füllst du mit einer kleinen Schaufel oder deiner Hand Erde um den Wurzelballen herum und drückst die Erde immer etwas an, bis der Topf voll ist und die Pflanze fest im neuen Topf steht.

6. Angießen – und fertig

Jetzt "nur noch" Angießen – was für den neuen Start sehr wichtig ist. Angießen bedeutet, dass die Erde komplett durchnäßt wird und auch ordentlich Wasser unten aus dem Topf läuft. Stelle die Pflanze dazu ruhig in eine große Schüssel oder in ein Waschbecken, wo das Wasser ablaufen kann. Die Erde wir dadurch komplett an die Wurzeln geschwemmt und vermutlich sackt sie auch soweit zusammen, dass du danach nochmal etwas Erde nachlegen kannst. Ist die Pflanze soweit abgetropf, stellst du sie in einen Übertopf der etwas Luft zum Atmen läßt und stellst sie am besten zurück an seinen gewohnten Platz, wo sie sich wohlfühlt.

Schnell noch aufräumen. Falte die Folie/Zeitung vorsichtig zusammen und schüttel sie draußen oder über dem Mülleimer aus. Alte Erde kannst du einfach im Biomüll entsorgen oder draußen im Blumenbeet untermischen, falls du dort Platz hast.

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